Chinas Industrieministerium veröffentlicht Aktionsplan für KI in der Softwarebranche
Das chinesische Industrie- und Informationstechnologieministerium (MIIT) hat am 2. September 2026 den Umsetzungsplan für die Sonderaktion 'KI+Software' veröffentlicht. Er richtet sich an die Industrie- und IT-Behörden der Provinzen, autonomen Gebiete, regierungsunmittelbaren Städte und des Produktions- und Aufbaukorps Xinjiang. Laut einer begleitenden Erläuterung des Ministeriums soll der Plan Softwareunternehmen über drei Wege zur Transformation anleiten: stärkere Entwicklungsfähigkeiten, bessere Produktangebote und flexiblere Servicemodelle. Das Dokument behandelt außerdem den Aufbau sogenannter Agentensoftware als neue Softwareform, den Ausbau der Open-Source-Infrastruktur über die OpenAtom Foundation und die staatliche KI-Open-Source-Plattform AtomGit sowie Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung nach dem Prinzip 'Bestand sichern, neue Stellen schaffen, Umschulung fördern'.
Dass das Ministerium eigene Software- und KI-Unternehmen per Erlass zur Umstellung auf Agentensoftware und KI-Programmierwerkzeuge auffordert, zeigt, wie stark Peking die Transformation der Softwarebranche staatlich lenken will. Für chinesische Softwarefirmen bedeutet das, sich auf Förderprogramme wie 'Rechenleistungs-Gutscheine' einzustellen, aber auch auf verstärkte Sicherheitsprüfungen für KI-generierten Code. Auffällig ist, dass das Papier explizit vor einer plötzlichen Entlassungswelle warnt, was auf Sorgen vor Beschäftigungseffekten durch KI-Programmierung hindeutet. Konkrete Fördersummen oder Zielvorgaben nennt die Erläuterung nicht, das bleibt bei allgemeinen Ankündigungen.
Quellen: MIIT Politikdokumente · MIIT Politikerläuterung